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In der Musik ist es wie im Weltgeschehen. Findet ein Systemwandel statt, lässt die Gegenrevolte meist nicht lange auf sich warten. Die Zukunft der Musik konnten in den 1980er-Jahren nur Besserverdiener gestalten. Sampling war das Zauberwort der Stunde und wer eine halbe Million Dollar lockermachen konnte, durfte mitsampeln - an inzwischen vollkommen veraltet-bräsigen Maschinen. Die Jugend, seit jeher wichtigster Impulsgeber der Popmusik, durfte keinen Trevor Horn vorweisen, weil sie sich der Produktionsmittel nicht bedienen konnte.

Während des Wechsels ins neue Jahrzehnt roch es förmlich nach Revolution in den Clubs, als DJs die Musik schnelltaktignachhaltig veränderten. Mit einfachen Mitteln: Zündende Ideen, zwei Turntables, ein mittlerweile erschwinglicher Sampler, ein Mikro und eindringliche oder originelle Stimmen. Die Hits kamen wieder aus dem Underground, von schweißgebadeten Fanatikern, die House-Beats mit eigenen kurzen-prägnanten Melodien mischten. Techno-Dance, die Jugend- und Partykultur, deren Ausläufer bis heute andauern, krempelte die Musikwahrnehmung für immer um.

Alex Christensen, DJ erster Stunde - übrigens: lange bevor es USB-Sticks gab! - war tonangebender Mitinitiator der Techno-Dance- und Eurodance-Bewegung. Er ließ erst Deutschland, dann Europa und schließlich die ganze Welt tanzen. Beinahe im Alleingang. Ritmo de la noche, der Sommerhit des Jahres 1990 stammte aus seiner Feder. Danach ging es für den selbsternannten Musikverrückten aus Hamburg Schlag auf Schlag: Die erste Goldene für Ritmo, endlos Anfragen für Produktions-Jobs, jeder Club wollte den DJ von der Elbe als Garant für volle Häuser buchen.

1991 zündete er schließlich einen Knaller ungeahnten Ausmaßes: Das Boot von U96 hielt sich geschlagene 13 Wochen auf #1 der deutschen Singles-Charts, sorgte europaweit für Furore und ebnete der Techno-Szene eigenhändig den Weg in den Mainstream. Alex Christensen wurde allgegenwärtig: BRAVO-Titelbild, Gastrollen in Hollywood-Filmen und in der Marienhof-Serie - das volle Programm. Was zunächst keiner ahnte, ist heute Gewissheit. Der Name Alex Christensen ist zu einem der wenigen beständigen Brandings der internationalen Musikszene geworden.

Die Liste seiner Credits liest sich so lang wie beeindruckend. Er arbeitete mit Udo Lindenberg, Helene Fischer, Söhne Mannheims, Tom Jones, Paul Anka, Sarah Brightman, Mark Wahlberg aka Marky Mark, er saß bei Popstars in der Jury, feierte immer wieder mit eigenen Songs Riesenerfolge (Du hast den schönsten Arsch der Welt) und blieb dabei immer einer, der sich am liebsten hinter den Kulissen verortete. Spricht man heute mit ihm, bezeichnet er sich als "Familienmensch und Musikbesessener, der es nicht sein lassen kann und sich immer wieder selbst herausfordert, neue musikalische Abenteuer auszuprobieren".

Musik fördere bei ihm geradezu kindhaften Spieltrieb, führt er weiter aus. Immer noch. Nach zigtausenden Stunden im Studio, im DJ-Booth, an Analog-Equipment, mit dem mühelos ein Truck zu füllen gewesen wäre. Man glaubt es ihm ungesehen. Seine Range, die Bandbreite an Musikspielweisen, mit denen er der Popmusik seit mittlerweile drei Jahrzehnten Impulse verleiht, ist beispiellos. Dance-Tracks, Balladen, Electronic-Exkursionen, klassische Singer-Songwriter-Projekte, lupenreiner Pop - in der Produktionsweise von Alex Christensen klingt alles, wie es klingen soll, aber nie beliebig. Das bislang außergewöhnlichste Projekt von Alex Christensen, steht nun endlich vor der Vollendung.

Mit Classical 90s Dance schließt sich für den zurückhaltenden Hanseaten ein Kreis, wie er sagt. "'Das Boot' war ursprünglich eine Streichernummer. Aber als wir das Stück 1991 mit U96 aufnahmen, hatte ich weder das Know-How noch die Möglichkeiten, mit Streichern aufzunehmen. Dass ich orchestrale Musik jetzt während der Aufnahmen zu Classical 90s Dance mit meinen Dance-Wurzeln verbinden konnte, macht meine komplette Arbeit rund. Endlich kann man verstehen, warum sich der Christensen zehn Jahre lang mit Orchestermusik beschäftigte." Eigens für dieses Album rief Alex Christensen das 49-köpfige Berlin Orchestra ins Leben, eine Zusammenkunft der besten Orchestermusiker der Hauptstadt. Und er engagierte ausschließlich blutjunge Sängerinnen. Der Plan: Eine Auswahl der besten Techno-Dance-Tracks der 90er-Jahre mit modernem Verständnis wiederzubeleben.

Wer wäre für diese Aufgabe prädestinierter gewesen als Alex Christensen? Unter seiner Regieführung ist Classical 90s Dance ein außergewöhnliches Projekt geworden, ambitioniert und groß. Viel größer als ein Remake oder ein Remix der Hits der frühen 90s. Gemeinsam rocken Christensen und The Berlin Orchestra den 14 Nummern die Patina, das Moderige von ihren feingliedrigen Leibern. "Waren die Stücke erst mal aus ihrem, zugegeben antiquiert klingenden Gewand befreit, spürte ich, dass sich hinter den, wenn man so will, Dance-Kostümen erstklassige Songs mit großartigen Songstrukturen verbargen", schwärmt Christensen. "Die sind Leuten meines Alters oder 15-20 Jahre jüngeren in die DNA übergegangen. Ich bin sicher, dass viele Menschen die Songs wieder feiern werden, wenn sie unsere modernen Versionen hören werden. Sie klingen jetzt wie logisch weiterentwickelt."

Rhythm Is A Dancer, Sonic Empire, Nessaja in der Scooter-Version, What Is Love, Redemption und Children sind in den neuen Classical 90s Dance-Versionen anders zu entdecken und zu genießen. Immer noch tanzbar, aber bei weitem nicht mehr vordergründig zum Tanzen arrangiert. The Rise / No Limit spielt sogar mit opulenten Wagner-Bezügen und kennt somit erst recht keine Limits mehr. "Als ich die Songs für das Album auswählte, stand mir natürlich ein Berg an Material zur Verfügung", erinnert sich Alex Christensen. "Etliches schaffte es aber nicht bis zur finale Entscheidung, weil es mich schlicht nicht berührte. Aber alle Songs, die es aufs Album geschafft haben, haben großen emotionalen Wert. Classical 90s Dance könnte einen Untertitel tragen, wenn er nicht so lang wäre: Die Evolution von Dance-Tracks zu Songs, deren emotionaler Gehalt unbedingt berührt."

 

Track by Track

Rhythm Is A Dancer
„Im Leben eines DJs gibt es Momente, in denen man Songs zum ersten Mal hört, von denen man sofort weiß, dass sie so genannte ‚Gamechanger‘ sind - also Nummern, die Wellen auslösen und damit Musikrichtungen nachhaltig beeinflussen. „Das Boot“ war sicher so ein Titel. ‚Rhythm Is A Dancer‘ aber gilt wie wohl kein anderer Song als Blaupause für endlos viele Eurodance-Songs. Ich erinnere mich genau an die Situation, in der ich dieses Monster zum ersten Mal hörte. Es war 1992 und ich spielte ein DJ-Set während eines Radiofestivals von N1 in Nürnberg. Nach meinem Gig blieb ich noch ein bisschen in der Nähe des DJs, der nach mir performte. Der spielte als Erster einen Song, den ich noch nicht kannte: ‚Rhythm Is A Dancer‘. Als ich die Reaktion des Publikums sah, war ich zutiefst beeindruckt. Der Sound, die Vocals und der unfassbar coole Bass-Lauf - alles war umwerfend. Mir wurde sofort klar, dass dieser Song aus Frankfurt ein Welthit werden würde, zu dem er ja dann auch wurde. Auch heute noch, rund ein Vierteljahrhundert später, hat er für mich nichts von seiner Faszination eingebüßt. Es war mir eine Ehre und es hat mir viel Spaß bereitet, meine eigene Version dieses Songs, der vieles änderte, für mein neues Album produziert zu haben.“

Infinity
„‚Infinity‘ hat inzwischen gute 27 Jahre auf dem Buckel. Aber der Song zählt nach wie vor zu meinen Lieblingsnummern aus den 90er-Jahren. Nicht zuletzt, weil er der einzige Song der Eurodance-Dekade ist, der wegen eines Saxofon-Solos zum Hit wurde. Als ich den Song für mein neues Album auswählte, hatte ich ein paar Ideen für Instrumentierungen, die ich spannend fand. Ich wollte das Solo um ein Waldhorn und ein großes Orchesterarrangement ergänzen. Die Arbeit mit dem Berlin Orchestra machte es möglich, und ich bin froh ‚Infinity‘ mit neuen Klangfarben wiederentdecken zu lassen.“

United
„Als ich ‚United‘ mit Frank Peterson für Mark Wahlberg alias Marky Mark geschrieben hatte, war uns klar, dass der Song ein Nummer-1-Hit werden würde. Der Gospelchor, der die wunderbare Hookline des Songs sang, war ein neues Element im Eurodance gewesen. Als ich an meinem neuen Projekt arbeitete, fand ich, dass die Zeit reif war für eine aktuelle, neu produzierte Version, die unterstreicht, wie zeitlos dieser Song ist.“

Das Boot
„Als ich 1991 die Idee hatte, eine Techno-Version von ‚Das Boot‘ zu produzieren, träumte ich davon, sie mit echten Streichern aufzunehmen zu können. Natürlich fehlte mir damals das Budget dafür, meinen Wunsch in die Tat umsetzen zu können. Um ehrlich zu sein, hatte ich auch keine Vorstellung davon, wie aufwendig es ist, Streicherarrangements zu schreiben und sie umsetzen zu lassen. Aber meine Gedanken und Wünschen waren damals so groß wie frei. Deshalb war ich mir seinerzeit ziemlich sicher, meinen Wunsch eines Tages Realität werden lassen zu können. Dass ich 25 Jahre warten musste, hatte ich mir zwar nicht träumen lassen, aber jetzt feiert meine Version von ‚Das Boot‘ quasi Jubiläum in meiner Wunsch-Version. Mir war 1991 schon klar, wie herausragend die Komposition von Klaus Doldinger ist und ich werde ihm ewig dankbar dafür sein, dass ich den Titel covern durfte. In meiner neuen Version erstrahlt der Song im ihm gebührenden Glanz, wie ich finde. Für mich schließt sich mit der Neudefinition ganz klar auch ein Kreis. Im Laufe meiner Karrierejahre habe ich immer wieder mit Streichern gearbeitet - beispielsweise während meiner Produktion für Paul Anka. Dass ich Orchestermusik jetzt mit Dance, wo ich ja ursprünglich herkomme, mischen kann, macht meine komplette Arbeit rund. Jetzt versteht man endlich, warum sich der Christensen zehn Jahre lang mit Orchester- und Streicherarrangements beschäftigt hat.“

Turn The Tide
„Ich hatte das Glück, Ende 1999 ein Promo-Vinyl-Exemplar dieses Songs bekommen zu haben. Vom frühen Hype um diesen fantastischen Track bekam ich entsprechend schnell Wind. Eine tolle neue Version daraus zu bauen, war relativ einfach, weil sowohl die Musik wie auch der Text zeitlos schön sind und immer funktionieren werden. Die Sängerin Asja Ahatovic hat diesen Song so wunderbar interpretiert, dass er es aufs ‚Classical 90s Dance‘-Album schaffen musste.“

Children
„1996 spielte mir ein A&R-Manager von Motor Musik diesen Song vor, der total cool war, weil er antizyklisch klang. Damals wurde allerorten harter, aggressiver Techno gespielt. Niemand wagte, einen ruhigen, langsamen und Klavier-getragenen Instrumental-Song zu komponieren. Aber Robert Miles war zum Glück genial genug, um auf den ganzen Techno-Konformismus zu pfeifen und ‚Children‘ zu schreiben. Obwohl mir der Motor-Mann den Track in der falschen Geschwindigkeit vorspielte - 45rpm statt, wie bei einer Langspielplatte üblich, in 33rpm - wusste ich sofort, dass ‚Children‘ das nächste große Ding werden sollte. Und so kam es ja dann auch... Meine Version ist eine Verbeugung vor Robert Miles' fantastischem Track.“

Sonic Empire
„Dieser Song ist ein Allzeit-Klassiker der 90er-Jahre. Besser lässt sich eine geniale Instrumental-Nummer, die gleichzeitig riesige Energie besitzt, nicht komponieren. Was Westbam und seinen Co-Autoren mit ‚Sonic Empire‘ gelungen ist, war und bleibt einmalig, großartig. Ich war immer ein Riesenfan des Songs und wollte ihn für mein neues Album so darstellen, dass sie verschiedenen Melodieebenen mittels Orchesterinstrumenten noch stärker beleuchtete werden. Während ich am neuen Arrangement feilte, wurde mir einmal mehr bewusst, wie gut dieser Song ist. Früher hielt ich ihn für einen genial-einfachen Track. Jetzt spreche ich nur noch ehrfurchtsvoll als Werk von ihm. Es war für mich eine spannende Erfahrung, dieses Stück für ein Orchester zu arrangieren. Plötzlich wurde mir die Vielschichtigkeit des ‚Werks‘ erst bewusst.“

Nessaja
„Scoooooter! Ich habe lange überlegt, welchen Scooter-Song ich für ‚Classical 90s Dance‘ bearbeiten wollte. Die Wahl fiel mir nicht leicht, aber es war von Beginn an klar, dass eine Scooter-Nummer unbedingt Platz finden musste auf dem Album. Ich kenne die Band seit der ersten Stunde, sie ist für mich der Inbegriff von Konsequenz. Ich war zusammen mit Scooter auf Tour und keiner, den ich innerhalb der Szene kenne, hat Techno-Musik so überzeugt gelebt und geatmet wie diese Jungs. Nicht nur auf der Bühne waren sie laut. Überall wo sie waren, ob in Backstage-Bereichen oder in Hotels, wurde eine PA aufgebaut, damit sie weiterfeiern konnten - natürlich laut. Niemand, auch keine noch so miese Kritik, brachte Scooter von ihrem Weg ab. Die zogen unbeirrt ihr Ding durch. Davor habe ich den allergrößten Respekt. Scooter sind so was von ‚real‘ wie kaum eine andere Band, die ich kennenlernen durfte. Mein Lieblingssong aus ihrem Repertoire ist ‚Nessaja‘. Man möge mir verzeihen, dass ich mit ‚Nessaja‘ einen Song aufs Album geschummelt habe, der von Scooter erst 2004 veröffentlicht worden war. Ich fand aber, dass er sich trotzdem ganz hervorragend im Track-Listing von ‚Classical 90s Dance‘ macht, weil er von der charakteristischen Energie der 90er-Jahre lebt. Mit meinem neuen Orchester-Arrangement unterstreiche ich, wie vielschichtig ‚Nessaja‘ komponiert wurde. hoffe mir ist es gelungen zu zeigen, wie stark der Song ist.“

L'amour Toujours (I'll Fly With You)
„Dieser Song offenbart, wie qualitativ hochwertig das Songwriting von Gigi Di Agostino damals war. Nach diversen Hits von ihm in den 90ern, rechnete man eigentlich nicht mehr damit, dass er noch mal mit einem so unfassbar guten Dance-Song aufwarten würde wie ‚L'amour Toujours‘. Ich habe ihn auf meinem neuen Album als Ballade interpretiert, die mir eindrücklich vor Augen führte, wie zeitlos der Song ist. Nicole Cross singt die Ballade so fabelhaft, dass ich immer noch eine Gänsehaut bekomme, wenn ich sie höre.“

You're Not Alone
„Es gibt Songs, die man so oft hört, dass man sie für eine Weile wegschließen muss, um sie in guter Erinnerung behalten zu können. ‚You're Not Alone‘ musste ich als DJ 1996 ein ganzes, geschlagenes Jahr lang spielen. Er war allseits beliebt und funktionierte auf jedem Dancefloor in Europa. Klar, ich war ein Fan des Tracks, aber ich war sehr froh, die Vinyl-Platte Anfang 1997 aus meinen Koffer verbannen zu können. Jetzt, mehr als 20 Jahre später, habe ich nicht nur meinen Frieden mit dem Song gemacht. Mir wurde wieder klar, wie gut er ist. Wegen der Geschichte, die ich mit dem Song hatte, freute ich mich besonders darauf, in neu produzieren zu können.“

Redemption
„‚Redemption‘ war 1995 mein Lieblingssong. Sobald ich den Track höre, ist das Eurodance-Lebensgefühl von damals wieder präsent. Meine neue Version transportiert die Energie, die 1995 unsere Szene antrieb. Außerdem wollte ich unbedingt die Vielschichtigkeit der Komposition mit meinem Arrangement spiegeln.“

No Limit
„Ray und Anita von 2 Unlimited spielten ihren damals neuen Song ‚No Limit‘ zum ersten Mal bei einem Event im Dorf Münsterland. Ich spielte dort einen DJ-Gig. Jedem, sowohl den Akteuren auf der Bühne wie auch allen im Publikum, wurde sofort klar, dass dieser Song die nächste Nummer 1 werden würde. Unnötig zu erwähnen, dass der Song dann auch kurze Zeit später ein Monster-Hit wurde. Ich kenne Ray und Anita inzwischen so lange und wir sind so oft zusammen aufgetreten, dass es an der Zeit war, die beiden mit einer vollkommen veränderten Version ihres Markenzeichen-Songs zu ehren. ‚No Limit‘ habe ich fürs Orchester völlig verändert - mit wilden Bläsern und Parts, die an Wagner erinnern. Die Hook des Songs ist dermaßen penetrant geworden über die Jahre, dass ich sie völlig anders gestaltet habe. Die Nummer besitzt jetzt wirklich kein Limit mehr.“

What Is Love
„‚What Is Love‘ ist ein so genannter ‚Icon-Song‘ der 90er-Jahre, eine Nummer, die das Jahrzehnt nachhaltig mitgeprägt hat. Das Original war sicher von ‚Rhythm Is A Dancer‘ inspiriert worden. Aber die Hookline und der Power-Synthi ließen den Song selbst zu einem definitiven Original werden. Er fing perfekt das freiheitliche Lebensgefühl ein, das unsere Jugendkultur damals prägte. Es gab noch keine Terrorangst, man musste nicht erst eine Hundertschaft Polizisten passieren, um einen Club betreten zu können. Wir waren frei, fühlten uns leicht. Dieser Song wird nicht von ungefähr immer wieder gecovert - er besitzt große Leichtigkeit. Ich habe mir immer gewünscht, eine Version des Songs mit einer Sängerin und einem wohldosiert genutzten Orchester realisieren zu können... et voilá!

Tears Don't Lie
Mark Oh lernte ich 1995 während einer Vertriebstagung des Polydor-Labels kennen. Er hatte nicht nur das Äußere für einen Teeniestar, sondern traf mit ‚Tears Don't Lie‘ den Zeitgeist perfekt. Wie geil war das seinerzeit von ihm, einen schnulzigen, angestaubten Schlager mit nur einem einzigen Satz auf Englisch und einem wilden Instrumental so zu verändern, dass er zu seinem Signet-Song wurde! Meine Version ist viel langsamer und verschrobener, weil ich sie im neuen Arrangement wiederum passend finde fürs Jetzt, für unsere heutige Zeit. Alles auf meiner neuen Platte klingt frisch und neu. Befreit vom modrigen Geruch, der den 90ern heute manchmal zugeschrieben wird."

Das Allerwichtigste natürlich zum Schluss:
Das Album kann hier gestreamt und gekauft werden!

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